Verlegung Seeleitung


Die Einwasserungsstelle lag auf dem Areal der Firma Créabeton in Einigen.
Die 16 Meter langen und mit Zement ummantelten Stahlrohre (10 mm Wandstärke) wurden an Land zu Strängen à 336 Metern Länge verschweisst. Die Schweissnähte wurden alle geröntgt und auf ihre Dichtheit geprüft. Anschliessend wurde die Leitung mit einem Deckel verschlossen und mit Schwimmkörpern versehen. Über eine Geleiseanlage wurde die neue Erdgasleitung sorgfältig eingewässert.

Schwimmend konnte der Rohrstrang zum Schweissponton geführt und dort mit dem vorgängig verlegten Rohr zusammengeschweisst werden. Auch diese Schweissnähte wurden geröntgt und nachisoliert. Ein mobiles Labor ermöglichte die sofortige Auswertung der Röntgenbilder.

Anschliessend konnte die Erdgasleitung mit elektrischen Seilwinden langsam auf den Seegrund abgesenkt werden. Um eine Unterschreitung des elastischen Biegeradius des Stahls zu verhindern, wurde die Absenkkurve anhand des Seeprofils und der aktuellen Tiefe genau berechnet. Die Lage der Leitung konnte mit GPS-Geräten elektronisch vermessen werden. Die Leitung ist nun mit Schlick und Sand zugedeckt und so gegen mechanische Einflüsse geschützt. Im Uferbereich wurde die Erdgasleitung bis in eine Seetiefe von 10 Metern eingegraben. Für die Seedurchquerung benötigte es insgesamt 1070 Stahlrohre.

Schema Seeleitung

1. Rohrstange vom Schweissplatz
2. Schwimmkörper
3. Rohrstran schweissen auf Schweissponton
4. Windenponton
5. Messboot
6. Nachhutponton
7. Video
8. Schutzrohr für Verlegung

Schwimmende Seeleitung